Mastputen vertragen bis zu 15 Prozent Rapsextraktionsschrot im Futter. Das zeigen die Ergebnisse von Fütterungsversuchen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die entsprechend gefütterten Puten waren allen anderen Fütterungsgruppen wirtschaftlich überlegen: Danach brachten Mastleistung, Schlachtkörperwert und Gesundheits-, sowie Podermatitisgeschehen sehr gute Ergebnisse.

Im Versuch um Prof. Gerhard Bellof, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, wurden 360 männliche Mastputen in verschiedene Fütterungsgruppen für die 6-Phasenmast unterteilt. Die Kontrolle basierte auf der Fütterung von Sojaextraktionsschrot ohne Rapsanteil. Die besten Ergebnisse wurden erzielt, wenn die Rapsration mit 5 Prozent in der Mastphase 2 beginnt und sich in den Phasen 2 und 3 auf 10 Prozent steigert. Ab Mastphase 5 dürfen es dann sogar 15 Prozent Rapsextraktionsschrot sein.

Bisher stellt Sojaextraktionsschrot aus importierten Sojabohnen das dominierende Eiweißfuttermittel für die Nutztierfütterung in Deutschland dar, meldet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), die die Fütterungsversuche gefördert hat. Aufgrund guter Erfahrungen bei Rind und Schwein und im Zuge der Diskussionen über nachhaltigere Eiweißfuttermittel gewinne Rapsextraktionsschrot als Proteinträger aus heimischer Erzeugung zunehmend an Wertschätzung und findet auch verstärkt Eingang in die Geflügelfütterung. Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung. (has)
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