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Die niedersächsische Getreideernte wird das gute Vorjahresergebnis nicht erreichen. Aauch bei Raps zeichnen sich keine optimalen Erträge ab. Auf der gestrigen Getreiderundfahrt des Landvolks Niedersachsen präsentierten sich die Getreidebestände am Nordrand des Harzes zwar in gutem Zustand und mit Ertragschancen von bis zu 100 dt/ha für Weizen, doch im nördlichen Niedersachsen sehen die Bestände schlechter aus. In Südhannover und vor allem in den Gebieten nördlich der Bundesautobahn A2 habe das Getreide stärker unter der Frühjahrstrockenheit gelitten, so die Einschätzung auf der Rundfahrt. Auch Raps werde in diesem Jahr keine Spitzenerträge bringen.


Über Preisprognosen hielten sich die Teilnehmer zurück. Konrad Weiterer vom Landhandel Weiterer GmbH, Algermissen, sieht bei größeren Altbeständen eine gute Versorgungslage für die neue Ernte. Die alterntigen Bestände seien zwar in Kontrakten gebunden, doch in der Landwirtschaft würden noch 10 Prozent mehr als in anderen Jahren gelagert. Er rechnet für den niedersächsischen Weizen auch für die neue Saison mit guten Absatzmöglichkeiten im Export, wenn die Relation €/US-Dollar passe. Zusätzliche Absatzchancen gebe es zu den Mühlen vor der Haustür, überregional über den Mittelandkanal und auch an die Mischfutterindustrie. Den Landwirten empfiehlt er, die Verkäufe über mehrere Etappen zu splitten und bei anziehenden Preisen einzusteigen. (St/ED)
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