Der Einsatz von Rapsextraktionsschrot in der Tierhaltung ist breit möglich. Das ist die Botschaft der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland zur Eurotier-Messe in Hannover. Fütterungsversuche mit Rapsextraktionsschrot, von denen Experten der Presse berichten, zeigen keinerlei negative Auswirkungen auf die Leistung der Tiere. In der Ebermast wurde die Futteraufnahme nicht negativ beeinflusst, wenn statt Soja Raps im Futter war.

Auch in der Sauenhaltung wird Rapsextraktionsschrot in der Futterration gut vertragen, wie Dr. Manfred Weber, Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, berichtet. Wichtig sei vor allem, dass die Sauen bereits im Tragefutter Rapsextraktionsschrot erhalten, damit die Umstellung auf das Säugefutter problemlos gelingt. Bis zu 10 Prozent Raps im Säugefutter würden dann problemlos vertragen.

In der Putenmast sind sogar gesundheitliche Vorteile von Raps gegenüber Soja zu erkennen, berichtet Prof. Gerhard Bellof, Weihenstephan-Triesdorf, aus ersten Beobachtungen. Demnach führe Raps in der Ration zu einer besseren Fußballengesundheit. Denn Rapsextraktionsschrot enthalte weniger Oligosacharide und weniger Kalium als Sojaextraktionsschrot. Damit verbunden sei, dass die Tiere weniger Wasser aufnehmen und weniger Wasser ausscheiden. Dadurch sei die Einstreu weniger feucht, wodurch die Fußballen der Tiere weit gesünder bleiben. (brs)
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