Futtermittel

Raps stößt Soja vom Thron


Im vergangenen Jahr ist erstmalig etwas mehr Raps- als Sojaschrot im Futter gelandet. Der Verbrauch an Rapsschrot erreichte 2015 nach Angaben des Verbands der Ölsaaten verarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) 4 Mio. t, während 3,9 Mio. t Sojaschrot verfüttert wurden.

Der Verbrauch an Rapsschrot in Deutschland hat sich laut Ovid in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Alternative Eiweißfuttermittel aus Körnerleguminosen wie Futtererbsen, Ackerbohnen und Lupinen spielen neben Raps- und Sojaschrot dem Verband zufolge eine untergeordnete Rolle – auch wenn der Anbau von Körnerleguminosen durch die Greening-Vorgaben zuletzt ausgeweitet wurde.

Denn mit knapp 0,3 Mio. t sei die Ernte vergleichsweise gering, außerdem lieferten Körnerleguminosen im Unterschied zu Ölsaaten kein Pflanzenöl von derselben Fläche. Laut Ovid sind Ackerbohne, Futtererbse und Co. daher „eine kaum ernstzunehmende Alternative“ zu Ölsaaten. (pio)
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