Wechselfröste im März haben in Polen Winterraps und Roggen zugesetzt. Die Feldbestände sehen aktuell "nicht gut" aus, zeigt das Ergebnis der Frühjahrsbonitur. Das Statistikamt in Warschau beziffert die Schäden noch nicht, bezeichnet sie aber in weiten Teilen Polens als "ausgeprägt". Alle großen Ackerbaugebiete im Südwesten und Nordwesten des Landes sind betroffen. Das Statistikamt weist jedoch darauf hin, dass es noch zu früh sei, um Rückschlüsse auf die Erntemenge zu ziehen.

Außerdem hat das Statistikamt am Donnerstag den Umfang der Herbstaussaatflächen bekanntgegeben. Winterweizen wächst auf etwa 1,9 Mio. ha und damit auf einer um 3 Prozent ausgedehnten Fläche gegenüber dem Vorjahr. Der Roggenanbau ist im Jahresvergleich um 2 Prozent auf rund 1,4 Mio. ha eingeschränkt worden. Triticale hat mit einem Rückgang von 6 Prozent auf 1,3 Mio. ha ebenfalls Fläche verloren. Weiter ausgedehnt worden ist die Aussaat von Winterraps um 4 Prozent auf rund 750.000 ha zur Ernte 2010. Zahlen zu den Sommerkulturen gibt es noch keine. Nach Angaben des Statistikamtes ist die Frühjahrsaussaat in Polen um zwei Wochen verzögert. (db)
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