Immerhin kann in diesem Jahr das enttäuschende Vorjahresergebnis von 45,3 Mio. t Getreide wieder wettgemacht werden. Allerdings muss es dazu noch mehr regnen. Denn in einigen Regionen trügt das Bild, denn die gut entwickelten Bestände leiden zunehmend unter Wassermangel. Der Vegetationsvorsprung beträgt im Vergleich zum langjährigen Mittel eine Woche, im Südwesten Deutschlands liegt er darüber.

Roggenfläche kleiner als im Vorjahr

Die Weizenernte 2017 veranschlagt der DRV in seiner Aprilschätzung auf 25,3 Mio. t und damit sogar etwas höher als im März. Bei Gerste wird mit rund 10,6 Mio. t erneut ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Beim Roggen wird unverändert eine Ernte von 3,0 Mio. t prognostiziert. Damit verbunden ist ein Rückgang der Anbaufläche um 5 Prozent.

Frühe Maisaussaat in Baden

Im Badischen hat die Aussaat von Mais bereits Ende März und damit so früh wie lange nicht mehr begonnen. Bundesweit wird ein Ertragszuwachs von mehr als 20 Prozent erwartet. Bei der Sommergerste wird bei gestiegener Anbaufläche (+4,6 %) und etwas höheren Erträgen als im Vorjahr (+2,8 %) derzeit von einer Erntemenge in Höhe von 1,9 Mio. t ausgegangen (+7,4 % zum Vj.).

Raps braucht dringend Regen

Beim Raps erwartet der DRV wie im März eine Ernte von 4,9 Mio. t. Damit wird das enttäuschende Vorjahresergebnis von 4,6 Mio. t zwar überschritten, der langjährige Durchschnitt von 5,3 Mio. t aber nicht erreicht. Auch wenn sich die Rapspflanzen in den vergangenen Wochen in der Summe positiv entwickelt haben, konnten vorhandene Lücken in den Beständen, verursacht durch eine schlechte Wasserversorgung im Herbst und Kahlfröste, nicht geschlossen werden. Der Raps ist wie das Getreide in den kommenden Wochen auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen, um das volle Ertragspotential entfalten zu können. (da)
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