Rapsernte in Polen ohne Hiobsbotschaften


In Polen ist eine ordentliche Rapsernte zu erwarten. Gegenüber dem hohen Vorjahresergebnis fällt sie jedoch beträchtlich ab. Die polnischen Rapsanbauer können dennoch recht zufrieden sein. Die Ernte 2010 wird etwa 2,2 Mio. t erreichen, schätzt das Statistikamt in Warschau in dieser Woche. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt etwa 11 Prozent und setzt sich zusammen aus einer Flächeneinschränkung um 4 Prozent und einem Ertragsrückgang um 7 Prozent. Das Vergleichsjahr 2009 hatte in Polen jedoch mit rund 31 dt/ha außergewöhnlich hohe Rapserträge gebracht. Der für 2010 geschätzte Ertrag von fast 29 dt/ha wäre ebenfalls noch überdurchschnittlich.

Das Statistikamt begründet die recht optimistische Ertragsprognose mit einer frühen Aussaat, die eine gute Herbstentwicklung ermöglicht hat. Anschließend gab es geringere Auswinterungen als zunächst befürchtet. Der Winterraps war in Polen offenbar durch eine Schneedecke gut geschützt. Ungünstig für die Entwicklung war dagegen das nasskalte Wetter zur Blüte. Außerdem berichten die Agrarexperten der Statistikbehörde, dass witterungsbedingt Pflanzenschutzmaßnahmen ausgefallen sind und insgesamt das Düngungsniveau für Raps zu niedrig war. (db)
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