Auswinterungsschäden reduzieren in Mecklenburg-Vorpommern die Rapsfläche um 10 Prozent. Silomais, Sommergerste, Zuckerrüben und sogar Hafer machen Fläche gut. In Mecklenburg-Vorpommern ernten die Landwirte 2011 voraussichtlich nur auf knapp 230.000 ha Raps. In den vergangenen Monaten mussten die Landwirte 11 Prozent des im Herbst auf 250.000 ha gedrillten Winterrapses umbrechen, teilt das Statistische Landesamt heute, kurz vor Abschluss der Frühjahrsbestellung, mit. Ein flächenmäßiger Ausgleich durch Sommerraps erfolgte auf lediglich 5.000 ha, so dass die Rapsfläche um 10 Prozent im Vergleich zu 2010 schrumpft. Dennoch bleibt der Anteil von Raps an der Ackerfläche in dem  wichtigen Anbauland für Raps bei 21 Prozent.

Beim Wintergetreide mussten die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern nur 0,3 Prozent der Herbstaussaatfläche umbrechen. Die Winterweizenfläche bleibt 2011 mit etwa 347.000 ha auf dem Niveau von 2010. Profitiert von den Flächenverschiebungen hat der Silomais. Er nimmt in diesem Jahr eine Fläche von 152.000 ha und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr ein. Auch der Anbau von Sommergetreide verdoppelt sich 2011 im Nordosten auf knapp 25.000 ha. Dabei verdreifacht sich die Fläche von Sommergerste auf 13.300 ha gegenüber dem Vorjahr und auch der Anbau von Hafer legt spürbar von 5.600 auf 9.400 ha zu. Die Anbaufläche für Zuckerrüben wächst 2011 auf 27.000 ha und beträgt damit 10 Prozent mehr als 2010. (sta)
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