Die Landwirte in Deutschland haben wieder mehr Spaß am Raps bekommen, gab die Ufop heute auf der EuroTier in Hannover bekannt. Nach repräsentieren Umfrageergebnissen der Kleffmann-Gruppe zufolge haben sie in diesem Jahr ihre Anbaufläche für Raps zur kommenden Ernte um 2,4 Prozent auf über 1,36 Mio. ha ausgedehnt. Aufgrund der trockenen Bedingungen und Auflaufschwierigkeiten vor allem in östlichen Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt, Bayern und Hessen wurde bereits wieder ein Teil davon umgebrochen, ein anderer Teil steht noch zum Umbruch an. Dadurch wird sich die netto-Anbauausdehnung voraussichtliche um einen Prozentpunkt reduzieren.

Die größten prozentualen Flächengewinne gab es mit einem Plus von 6,9 bzw. 6 Prozent in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Lediglich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war der Anbau um 2,8 Prozent bzw. 1,8 Prozent rückläufig.

Im übrigen Europa sieht es differenziert aus. In Großbritannien und vor allem in Frankreich wird die Rapsfläche diesem Jahr erneut deutlich eingeschränkt. Dagegen lässt sich in den osteuropäischen Ländern und im Baltikum eine größere Fläche erwarten. Für die Ukraine ist eine Anbauausdehnung von 200.000 bis 300.000 ha denkbar, so grobe Einschätzung nach bisherigen Saatgutverkäufen. Unterm Strich könnte sich europäische Rapsfläche in etwa halten. (St)
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