Rapspreise stehen unter Druck

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Von den internationalen Märkten geht für Rapssaaten ein zunehmender Druck aus. Die Gründe dafür sind vielschichtig, wie die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Seit Anfang der Woche stehen die Notierungen für Palmöl in Kuala Lumpur unter Druck, nachdem die dortigen Exportzahlen enttäuschten. Allein in den vergangenen fünf Tagen notierten die Preise für rohes Palmöl cif Rotterdam mit 320,- US-$/t um fast 35,- US-$/t schwächer. Der US-Dollar hat seit den Höchstkursen für Rapssaaten Mitte Juli 2001 gegenüber den europäischen Währungen um mehr als 7 Prozent an Wert verloren und die Chicagoer Börse steht seit Tagen unter Druck, nachdem dort ergiebige Regenfälle für ein gutes Wachstum der US-Sojapflanzen sorgen.

Auswirkungen zeigen sich auch an den hiesigen Märkten. Die Kaufideen für Rapssaaten notieren derzeit mit 48,75 DM/dt franko Hamburg für den Liefertermin Oktober bis Dezember 2001 um 2,50 DM/dt niedriger als noch zwei Wochen zuvor. Die Preise für Rapssaaten der neuen Ernte 2002 konnten sich dagegen mit 45,25 DM/dt franko Hamburg für die Lieferung ex Ernte 2002 vergleichsweise gut halten. Gegenüber den Kaufideen vor zwei Wochen gaben sie bis gestern nur um 1,50 DM/dt nach. (Ps)
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