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Nach der Preisbefestigung der vergangenen Tage bleibt das Rapsschrotangebot an der Rheinschiene bis zum Jahresende knapp. Auch im Norden hat sich der Mengendruck etwas abgebaut. Die Ölmühlen haben bis weit ins kommende Frühjahr größere Schrotverkäufe getätigt. Der Rapsschrotmarkt mit Preisen unter 80,- EUR/t für vordere Ware hat sich seit Anfang November gedreht. Inzwischen sind die Loko-Preise an der Rheinschiene und in Salzgitter auf 107,- bis 108,- EUR/t angestiegen und liegen lediglich ab dem exportorientierten Hamburger Markt mit 102,- EUR/t unter dem üblichen Niveau. Der Druck im Norden hat sich etwas abgebaut, da sich für polnische Partien dringend benötigter Frachtraum finden ließ.

Am Niederrhein führten die steigenden Preise zu größerem Kaufinteresse der niederländischen Mischfutterindustrie, das auf ein begrenztes Angebot bei den westeuropäischen Ölmühlen traf. Stillstandszeiten einzelner Ölmühlen oder die Umstellung auf Sonnenblumen verknappten das vordere Angebot zusätzlich. Dadurch lässt sich an der Rheinschiene Loko-Ware selbst im Handel kaum noch beschaffen. Bei besseren Abzügen von Rinderfutter hat sich auch die Nachfrage der hiesigen Mischfutterindustrie wieder belebt. Rapsschrot rechnet sich für Februar/April 2005 bei einer Wertigkeit von 61 und 63 Prozent gegenüber Sojaschrot noch immer. (St)

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