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Hohe Endbestände an Raps sind zum Ende des Wirtschaftsjahres in Deutschland zu erwarten. Zuletzt haben die Verkäufe aber zugenommen. Thomas Richter, Rapseinkäufer der zur Cargill-Gruppe gehörenden Ölmühle in Salzgitter, nennt als Grund für die Marktbelebung den Preisanstieg der vergangenen Woche. Nach seiner Beobachtung sind in der zweiten Wochenhälfte rund 100.000 bis 150.000 t deutscher Raps verkauft worden, sagte er am Dienstag bei einer Veranstaltung des Nachrichtendienstes Dow Jones in Frankfurt am Main. Doch auch nach den regen Verkäufen der Vorwoche stehen in Deutschland noch 650.000 bis 700.000 t Raps der Ernte 2008 zur Vermarktung an, vermutet Richter. EU-weit könnten die Rapsbestände zum Ende des Wirtschaftsjahres 2008/09 auf rund 1,9 Mio. t anwachsen, lauten aktuelle Schätzungen von Marktbeobachtern. Ein großer Unsicherheitsfaktor sind kanadische Importe, die bislang in der EU keine Rolle gespielt haben, aber theoretisch noch kommen könnten. Die hohen Vorräte treffen nach heutigen Prognosen auf eine große neue Rapsernte 2009. Hier bewegen sich die Zahlen für die EU mit etwa 18,8 Mio. t auf Vorjahresniveau. Für Deutschland ist wegen einer größeren Anbaufläche sogar mit einer etwas höheren Rapsernte von 5,4 Mio. t zu rechnen. (db)
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