Rasche Entscheidung zu GVO-Anbau angepeilt


Dänemark macht Druck bei der grünen Gentechnik. Nationale Anbauverbote in einzelnen EU-Mitgliedstaaten sollen neu geregelt werden, möglichst im EU-Umweltministerrat im März. Die dänische Ratspräsidentschaft legte in einer Arbeitsgruppe ein Kompromisspapier zu Genehmigung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vor. Danach sollen Absprachen von einzelnen EU-Mitgliedstaaten mit dem Antragsteller ermöglicht werden, in denen der Hersteller von GV-Saatgut auf den Verkauf in Teilen der EU verzichtet. Dänemark möchte die Ablehnung gegen den EU-Kommissionvorschlag überwinden, um möglichst noch im EU-Umweltrat im März eine Entscheidung herbeizuführen.

Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen nationale Anbauverbote erleichtert werden. Die Ablehnung der Bevölkerung soll zukünftig für ein Verbot ausreichen. Wissenschaftliche Begründungen über mögliche Risiken sollen dafür nach dem Vorschlag der EU-Kommission für nationale Alleingänge wegfallen. Über eineinhalb Jahre ziehen sich die Verhandlungen inzwischen hin. 22 EU-Mitgliedstaaten stimmen dem EU-Kommissionvorschlag zu. Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Spanien und Belgien lehnen ihn ab. (Mö)
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