Gammelfleisch

Rasche Klärung gefordert


Grundlage für die eingeleiteten Untersuchungen sind bisher nur Aussagen ehemaliger Mitarbeiter des Betriebs. "Die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bleiben abzuwarten", äußert der niedersächische Agrarminister Christian Meyer. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies allerdings ein weiter Skandal in der Billig-Fleischindustrie zu Lasten der Verbraucher, so Meyer. Sein Ministerium prüfe derzeit gemeinsam mit anderen zuständigen Behörden den Sachverhalt. Da bisher keine Rechtsverstöße nachweisbar seien, dürfe der fleischverarbeitende Betrieb weiter produzieren. 

Auch der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), Berlin, fordert die schnelle und gründliche Klärung des Falls. "Sollten sich die Behauptungen der ehemaligen Mitarbeiter dieses Betriebs bewahrheiten, müssen sofort strafrechtliche Konsequenzen folgen", sagt BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. In Deutschland gebe es die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards im Lebensmittelbereich. Daher sei es unerträglich, wenn einzelne Betriebe dies zunichte machen und eine ganze Branche an dem medialen Pranger stellen würden, so Minhoff. (jst) 
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