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Über die extrem angespannte wirtschaftliche Lage der Schweinemäster ist Detlef Breuer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland e.V. (ISN), besorgt. Die Schweinehalter müssten zurzeit um 11 Prozent geringere Erlöse als im Vorjahr für ihre Schlachtschweine verkraften. Er fordert eine deutliche Reduzierung der Futtermittelpreise durch die Kraftfutterindustrie. Dies sei zwingend erforderlich, damit die Schweinemäster die Verlustzone verlassen könnten.

Die Einkaufspreise der Kraftfutterwerke für heimische Gerste, Weizen und Roggen dürften sich in diesem Jahr um bis zu 1,50 Euro/dt reduzieren, meint der ISN-Geschäftsführer. Dies habe eine Analyse der ISN zur Entwicklung der Erzeugerpreise für Getreide und Sojaschrot ergeben. Im Mastschweinefutter seien bis zu drei Viertel heimisches Getreide und ein Viertel Sojaschrot enthalten. Für Futtergerste werde in Weser-Ems rund 9,50 Euro/dt bezahlt, das seien immerhin 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Ähnlich verhalte es sich beim Futterroggen, lediglich beim Weizen könne man mit einem geringern Rückgang rechnen. Sojaschrot sei gegenüber dem Vorjahr über 15 Prozent preiswerter, sagte Breuer. (ED)
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