Reformbeschluss muss im Juni gefasst werden


EU-Agrarratspräsident Simon Coveney sieht zu einer baldigen Entscheidung über die GAP-Reform keine Alternative. Gelingt dies nicht, drohe eine Verschiebung auf lange Zeit.

Dringlich machte es der irische EU-Agrarratspräsident am Donnerstag vor dem Agrarausschuss des Europäischen Parlaments. Er argumentierte mit den Wahlen im September in Deutschland, die einer Entscheidung im 2. Halbjahr entgegenstünden. Auch das Europaparlament müsse sich zum Jahresende bereits auf die eigenen Wahlen im Juni 2014 orientieren.

Coveney betonte, es habe noch nie ein so großes Projekt wie die Agrarreform gegeben, das die EU-Mitgliedstaaten zusammen mit dem Parlament verhandeln müssen. Ziel für den irischen Agrarminister ist eine Reform, die weder den Verwaltungsaufwand zu sehr erhöhe, noch die Produktion zu sehr einschränke.

Martin Häusling (Grüne) kritisierte, der Europäische Rat mische sich in agrarpolitische Entscheidungen ein und übergehe damit das Parlament. James Nicholson (Konservative) mahnte den Ratspräsidenten ebenfalls, das Europaparlament ernst zu nehmen. Um Verwaltungsaufwand nicht unnötig zu erhöhen, solle das „Greening" in der 2. Säule der GAP vorgenommen werden, forderte Nicholson. (Mö)
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