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Für die Beschäftigung ausländischer Saisonarbeitskräfte hat die Bundesregierung vor Beginn der neuen Erntesaison Klarheit geschaffen. DSo hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Anpassung der Geschäftsanweisungen für die Arbeitsagenturen vorgenommen, berichtet das Bundesverbraucherministerium (BMELV), Berlin, heute. Für die Landwirtschaft ergebe sich damit Planungssicherheit für den Einsatz von Erntehelfern. In Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit können der Mitteilung zufolge zukünftig ohne weitere Vorrangprüfung 90 Prozent ausländische Arbeitskräfte zugelassen werden, wenn keine realistischen Chancen bestehen, mehr als 10 Prozent inländische Saisonarbeitskräfte zu beschäftigen.

"Diese Klarstellungen sind eine deutliche Verbesserung gegenüber der vergangenen Saison", wird der parlamentarische Staatssekretär im BMELV, Gert Lindemann zitiert. "Hierdurch wird de facto in den Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit eine 90:10-Regelung eingeführt und damit auch dem besonderen Anliegen der Landwirtschaft Rechnung getragen". (ED)

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