Regelungen für GVO-verunreinigtes Saatgut

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Die "Verschmutzung" von konventionellem Saatgut mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) möchte die EU-Kommission einheitlich regeln. Sie stellt einen Grenzwert von 0,5 Prozent zur Diskussion und zwar für Saatgut, das GVO enthält, die in der EU nach der Freisetzungsrichtlinie 90 (220 EWG) zugelassen sind. Für nicht erlaubte GVO soll es bei 0,0 Prozent bleiben. Am kommenden Montag sollen sich die EU-Mitgliedstaaten politisch auf ein solches Vorgehen im Ständigen Ausschuss für Saatgut in Brüssel einigen. Später soll dann in einem Rechtsakt die Saatgut-Richtlinie angepasst werden. Die Kommission möchte auf diese Weise das unkoordinierte Vorgehen im Fall des Hybridsaatgutes von Advanta mit geringem GVO-Anteil in Zukunft vermeiden. Diskussionsstoff bilden die Einigung auf ein einheitliches Messverfahren für den Schwellenwert von 0,5 Prozent GVO-Anteil. Schwierig ist zudem, dass es sich um importiertes Saatgut aus Kanada handelt. Es musste in der EU nicht mehr geprüft werden. Es ist aber völlig ungewiss, ob sich die USA oder Kanada bei Saatgutexporten in die EU auf einen solchen Schwellenwert für GVO-Anteile einlassen werden.(Mö)
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