az-Länderserie Südafrika

Regen bestimmt die Produktionsmenge

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Der Ackerbau in Südafrika ist stark geprägt vom Niederschlagsaufkommen. So unterliegt auch die Maisproduktion deutlichen Schwankungen. Gerade 2015/16 ging die Produktion aufgrund einer starken Dürre, ausgelöst durch das Wetterphänomen El Niño, um mehr als 25 Prozent zurück. So belief sich die Maiserzeugung 2015/16 laut USDA auf nur 7,9 Mio. t gegenüber 10,6 Mio. t im Jahr zuvor. Die kommende Ernte 2016/17 könnte nach Einschätzung des USDA auf 13,0 Mio. t anwachsen aufgrund einer deutlich größeren Anbaufläche.

Der Importbedarf des Landes schwankt ebenfalls je nach Erntemenge. Für 2016/17 prognostiziert das USDA den Bedarf auf lediglich 0,5 Mio. t, im Vorjahr waren es noch 3,0 Mio. t. Der Binnenverbrauch beläuft sich auf 11,3 Mio. t, wovon nur 5,6 Mio. t zur Tierfütterung verwendet werden. Denn Mais ist in Südafrika ein Grundnahrungsmittel. Er wird mehrheitlich als Pap konsumiert, ein Porridge-ähnlicher Brei auf Maismehlbasis, der sowohl süß zum Frühstück als auch herzhaft als Beilage zu den Hauptmahlzeiten oder pur konsumiert wird. Die Maisexporte Südafrikas variieren ebenfalls stark je nach Erntevolumen. 2016/17 werden diese vom USDA auf 1,5 Mio. t veranschlagt. Empfängerländer sind dabei vor allem andere afrikanische Staaten.

Weizen wird in Südafrika nur regional kultiviert. Die Anbaufläche beträgt 2016/17 laut USDA 500000 ha. Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 3,4 t/ha wird mit einer Produktion in einer Größenordnung von 1,7 Mio. t gerechnet. Der Importbedarf beträgt ebenfalls 1,7 Mio. t in diesem Wirtschaftsjahr. Weizen wird dabei aus den USA, Argentinien und Australien geliefert. Der Binnenverbrauch Südafrikas an Weizen, der fast ausschließlich der menschlichen Ernährung dient, liegt bei 3,45 Mio. t.

Die bedeutendste Ölsaat des Landes ist die Sojabohne, mit jedoch bislang nur geringer Relevanz. Die Produktion soll 2016/17 von 742000 t im Vorjahr auf 1,12 Mio. t anwachsen. Grund hierfür ist eine Ausdehnung der Anbaufläche von 503000 auf 700000 ha. Die Erzeugung deckt nahezu den Inlandsbedarf. Die Importe werden vom USDA daher auf nur 0,2 Mio. t veranschlagt. (az)


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