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Die deutschen Ackerbauern warten auf Regen. Erste Beeinträchtigungen der Getreidebestände werden im Nordosten und Süden beobachtet, zeigt eine Korrespondentenumfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Besonders auf den leichten Böden in Brandenburg, auf einigen Sandstandorten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsens sowie in Süddeutschland weisen Wintergetreidebestände erste Reduktionserscheinungen auf. Beim Raps ist häufig die Stängelverzweigung unterentwickelt. In Süddeutschland laufen regional früh gesätes Sommergetreide und Zuckerrübenbestände verzögert auf.

In Westdeutschland gibt es nach Aussagen aus Beraterkreisen dagegen noch keine Anzeichen für Trockenschäden. Die Sommerungen sind durchweg aufgelaufen, regional fehlt den Zuckerrüben aber der Anschluss an das Bodenwasser. Die Rapsbestände leiden kaum unter der Trockenheit. Aber die fehlenden Niederschläge behindern - regional unterschiedlich - sowohl im Westen als auch im Süden die Löslichkeit der Düngemittel. Damit steht der Stickstoff den Pflanzen nicht zur Verfügung. Der Druck mit Pilzkrankheiten hingegen hat deutlich abgenommen. Fungizidmaßnahmen werden daher zurückgestellt. (ED)

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