Die Bundesregierung bringt ein Gesetz zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen auf den Weg. Tierhalter müssen mit höheren Anforderungen rechnen.

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf für ein Tiergesundheitsgesetz vorgelegt. Es soll das bisherige Tierseuchengesetz ablösen. Mit der Neufassung des Gesetzes soll zum einen das Tierseuchenbekämpfungsrecht innerhalb der EU harmonisiert werden. Zum anderen zielt die Regelung auf die Erhaltung der Tiergesundheit durch vorbeugende Maßnahmen ab. In der Begründung zu dem Gesetzentwurf heißt es, dass durch den steten Anstieg des Handels mit Tieren die wirksame Vorbeugung zunehmend wichtiger werde.

Für Nutztierhalter und Behörden ist ein zusätzlicher Aufwand durch das Gesetz zu erwarten. Laut Gesetzentwurf werden Tierhalter dazu verpflichtet, den zuständigen Behörden Angaben über den Gesundheitsstatus ihrer Tiere zu machen. Die Bundesländer wiederum sollen künftig ein Monitoring-System einführen, um den Gesundheitsstatus der Tiere zu überwachen und Gefahren durch Tierseuchen so schneller zu erkennen.    

Der Bundestag wird am Donnerstag dieser Woche in erster Lesung über den Gesetzentwurf beraten. Das Gesetz soll im Laufe dieses Jahres in Kraft treten. (sch)

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