Die Bundesregierung überprüft ihr Engagement für die Sicherung der Welternährung.  Zum Recht auf Nahrung tagte gestern in Berlin der Ausschuss für nachhaltige Entwicklung mit Staatssekretären verschiedener Bundesministerien.  "Die Sicherung der Welternährung und damit die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion muss weiterhin hohe Priorität haben. Ernährungssicherung hat im Zweifel Vorrang vor anderen Nutzungen von Pflanzen. Denn Nahrung ist ein Menschenrecht", sagte Kanzleramtsminister Thomas de Maizière, der die Sitzung leitete. Das Treffen sollte eine erste Bilanz über die Maßnahmen, die zur Nahrungsmittelkrise im Sommer 2008 verabschiedet wurden, bringen. 

Künftig will die Bundesregierung die Agrarforschung und den landwirtschaftlichen Ausbildungssektor im Hinblick auf die Ernährungssicherung in den Entwicklungsländern ausbauen. Außerdem will die Bundesregierung in der Agrar- und Agrarhandelspolitik ein Augenmerk auf die globalen Entwicklungsziele werfen.  Die Staatssekretäre sprachen sich vor allem für einen erfolgreichen Abschluss der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) aus. (sta)
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