Bis Ende des Jahres will die Bundesregierung ihr Krisenmanagement im Zuge von Lebensmittelskandalen überprüfen. Weitergehende Forderungen der Opposition lehnt sie ab. Die Forderung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, als Reaktion auf den Dioxinskandal und die kürzlich ausgebrochene EHEC-Epidemie einen Bericht zum Risikomanagement bei Lebensmittelkrisen vorzulegen, wurde am Mittwoch im Agrarausschuss des Bundestages mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen abgelehnt. Es gäbe beim Bundeslandwirtschaftsministerium bereits eine Evaluierung des Krisenmanagements, die Ende 2011 abgeschlossen sein soll, hieß es im Agrarausschuss. In ihrem Antrag hatten die Grünen verlangt, insbesondere die Koordination der Länder und die Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung unter die Lupe zu nehmen. Der Bericht solle Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Risikomanagements erarbeiten. Die SPD und die Linke unterstützten den Antrag. (sta)
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