Regionale Differenzierung bei BSE-Risikomaterial

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Einen Vorschlag zum Umgang mit BSE-Risikomaterialien will die EU-Kommission kommenden Donnerstag in Brüssel vorlegen. Danach sollen infektionsträchtige Gewebe, wie das Gehirn oder das Rückenmark, von Rindern in EU-Mitgliedstaaten mit originären BSE-Fällen nicht mehr zu Futtermitteln verarbeitet werden dürfen. Die Kommission will nun der Entscheidung des internationalen Tierseuchenamtes (OIE) in Paris folgen. Deutschland wäre danach BSE-frei und müsste Risikomaterialien nicht aus Schlachtabfällen und von verendeten Tieren absondern. Dagegen gibt es originäre BSE-Fälle in den Beneluxländern, in Frankreich, Portugal und Irland. Zusätzlich sollen flächendeckend BSE-Tests an verendeten Rindern durchgeführt werden, um einen genaueren Überblick über die Verbreitung des Rinderwahns zu bekommen. Eine schon bestehende Kommissionsentscheidung (97/534/EG), die beim BSE-Risikomaterial nicht zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedet, soll nicht am 1.1.2000 in Kraft treten, sondern zunächst um drei weitere Monate verschoben werden. Bis dahin sollen die EU-Mitgliedstaaten im Ständigen Veterinärausschuss dem neuen Vorschlag mit der regionalen Differenzierung zustimmen. (Mö)
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