Registrierung wird Pflicht für Rohstoffhersteller

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Ein Gesetzespaket zur Neuregelung der EU-Futtermittel- und Lebensmittelhygieneregeln hat der EU-Agrarministerrat am Montag in Luxemburg ohne weitere Diskussion verabschiedet. Damit soll die Lebensmittelsicherheit in der EU verbessert werden. Hersteller von Futtermittelrohstoffen müssen sich zukünftig genau wie die Futtermittelindustrie registrieren lassen, um eine mögliche Rückverfolgbarkeit zu erleichtern. Landwirte müssen dokumentieren, woraus sie hofeigene Futtermittel herstellen. Am 1. Januar 2006 tritt die neue Futtermittelhygieneverordnung in Kraft. Das umstrittene System von Finanzgarantien zur Abdeckung der Kosten von eventuellen Rückrufaktionen wird dagegen aufgeschoben. Bis Ende 2006 soll die Kommission dazu eine praktikable Regelung ausarbeiten.

Weiterhin haben sich die EU-Agrarminister darauf verständigt, zukünftig Höchstwerte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (MRL-Werte) einheitlich in der EU festzulegen. Die europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) soll nach und nach MRL-Werte für die EU-25 für pflanzliche und tierische Produkte bestimmen. Bisher gibt es unterschiedliche MRL-Werte in den verschiedenen Mitgliedstaaten, was im Einzelnen zu Handelshemmnissen führen kann.(Mö)

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