Die österreichischen Bauern steuern auf eine Überschreitung ihrer Quoten im Milchjahr 2012/13 zu. Die Superabgabe ist bereits jetzt beträchtlich. Wie aus dem jüngsten "Milchbarometer" der Agrarmarkt Austria (AMA) hervorgeht, wurde im Zeitraum Anfang April bis Ende November 2012 die anteilige Referenzmenge an Milch bereits um 86.437 t überschritten. Dies hätte eine Zusatzabgabe von rund 24 Mio. € zur Folge, berichtet das
Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien, unter Berufung auf AMA-Experten. Bis Ende des Quotenjahres im März 2013 bestehe noch die Möglichkeit, den derzeitigen Liefertrend „einigermaßen" zu korrigieren.

Die AMA gehe in ihren Berechnungen von einer nationalen Quote für Lieferungen (A-Quote) für den Zeitraum April 2012 bis März 2013 in der Höhe von 2.876.561 t aus. In dieser Menge sei auch die auf EU-Ebene festgelegte jährliche Quotenaufstockung um 1 Prozent berücksichtigt. Die Anlieferungen der heimischen Milchbauern lagen im Berechnungszeitraum Anfang April bis Ende November bei 1.965.610 t. Auf Grund des gegenüber dem Referenzwert höheren Fettgehalts der angelieferten Milch würde sich diese Menge um 18.847 t erhöhen, woraus eine fettkorrigierte Anlieferung von 1.984.457 t resultiere. Nachdem die anteilige A-Quote für diesen Zeitraum nur 1.898.021 t ausmacht, ergibt sich daraus den Angaben zufolge eine saldierte Überlieferung von 86.437 t oder 4,6 Prozent.

Die EU hat für Quotenüberschreitungen eine Zusatzabgabe von 27,83 Cent/kg Milch festgelegt. Im Milchjahr 2011/12 wurde die nationale Quote in Österreich laut AIZ um 120.145 t überschritten. (az)
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