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Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M., führt zum 1. Juli für ihre hauseigenen Sonder- und Programmkredite das Risikogerechte Zinssystem (RGZS) ein, mit dem die deutschen Förderbanken Basel II umsetzen. Künftig werden die Kreditnehmer in Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten in eine von sieben Preisklassen mit festen Zinsobergrenzen eingruppiert. Je besser die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers und je werthaltiger die gestellten Sicherheiten sind, desto niedriger ist die Zinsobergrenze, informiert die Rentenbank weiter. Wie bisher auch bleibt der tatsächlich vereinbarte Zins Verhandlungssache zwischen Hausbank und Kreditnehmer. Für Darlehen über 125.000 € entfallen künftig die Bearbeitungsgebühren.

Durch das RGZS verbessere sich für Landwirte die Chancen, ein entsprechend ihrer individuellen Risikosituation bepreistes Förderdarlehen zu erhalten, heißt es in der Mitteilung weiter. Kreditnehmer mit guter Bonität würden einen niedrigeren Zinssatz bezahlen. Gleichzeitig könnten jetzt auch Unternehmen mit guten Perspektiven, aber schwächerer Bonität oder weniger werthaltigen Sicherheiten Förderdarlehen erhalten. (ED)

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