Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main bietet ab sofort Darlehen zur Liquiditätssicherung für Betriebe aus Landwirtschaft, Garten- und Weinbau an, die durch den Kälteeinbruch Ende April Schäden zu verzeichnen haben.
Geschäftsjahr 2016
Mit Blick auf die abgelaufene Saison zeigte sich der Vorstand bei der Bilanzpressekonferenz Ende April zufrieden. Das Neugeschäft bei Programmkrediten habe mit 7,7 (Vorjahr: 7,8) Mrd. € über den Erwartungen gelegen. Dabei stiegen insbesondere Förderdarlehen für Investitionen in erneuerbare Energien deutlich auf 1,9 (Vorjahr: 1,5) Mrd. € an. In der Sparte Landwirtschaft ging das Neugeschäft im vorigen Jahr um ein Viertel auf 2,4 Mrd. € zurück. (Sz)
Zur Unterstützung der Branche legt das Institut regelmäßig Hilfsprogramme auf. Im vergangenen Jahr hat die Rentenbank Liquiditätssicherungsdarlehen über insgesamt 108 Mio. € zugesagt. Im Jahr zuvor, 2015, waren es sogar 345 Mio. € .

Jetzt können Betriebe Darlehen aus dem Programm „Liquiditätssicherung“ in Anspruch nehmen, wenn sie ihrer Hausbank im betroffenen Betriebszweig einen Ergebnisrückgang von mindestens 30 % nachweisen können.

Konditionen

Die Ratendarlehen haben eine Laufzeit von vier, sechs oder zehn Jahren. Beim zehnjährigen Darlehen ist eine Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren wählbar. Die Darlehen sind mit einem Tilgungsfreijahr ausgestattet. Der effektive Zinssatz in der günstigsten Preisklasse, also bei bester Bonität, beträgt zurzeit bei allen Laufzeiten 1 %. Bei allen Liquiditätssicherungsdarlehen mit einer Zinsbindung von weniger als 10 Jahren wird mit dem Darlehen ein einmaliger Förderzuschuss von aktuell 1 % der Darlehenssumme ausgezahlt.

Ein Großteil der Ergebnisrückgänge wird erst im Herbst oder sogar im Frühjahr 2018 realisiert, wenn die Ernte vermarktet wird. Daher bleibt das Programm mindestens bis Juni 2018 geöffnet. (got)
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