Rentenbank gegen Verbot von Agrar-Spekulation

Funktionierende Terminmärkte für die Land- und Ernährungswirtschaft werden nach Ansicht der Landwirtschaftlichen Rentenbank immer wichtiger. Eine Regulierung sollte mit Augenmaß erfolgen. Die Rentenbank fordert in der Diskussion um die Spekulation mit Nahrungsmitteln eine Regulierung „mit Augenmaß". Das Finanzinstitut wehrt sich gegen eine zu strenge Reglementierung der Warenterminmärkte. „Funktionierende Terminmärkte leisten einen wichtigen Beitrag zur Planungssicherheit von Produzenten und Abnehmern von Agrarrohstoffen", sagte Dr. Horst Reinhardt, Mitglied des Vorstands der Rentenbank, am Montag vor Journalisten in Frankfurt a.M. Planungssicherheit wiederum sei essenziell für Investitionsentscheidungen und damit für die im weltweiten Maßstab so dringend benötigte Ausweitung der Agrarproduktion.

Da zumindest kurzfristig „Übertreibungen" an den Warenterminmärkten unter anderem durch das gestiegene Engagement von Finanzmarktakteuren nicht ganz ausgeschlossen werden könnten, dürfte eine „maßvolle Regulierung" durchaus einen positiven Effekt auf die Volatilität der Terminmärkte haben und Preisausschläge glätten. Auf keinen Fall dürfe eine Regulierung jedoch „zum Austrocknen" bestehender Warenterminmärkte führen. Eine wichtige Voraussetzung funktionierender Terminmärkte ist für den Rentenbank-Manager eine ausreichende Liquidität. (Sz)
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