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An der Entschädigung von ehemaligen Zwangsarbeitern wird sich die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M., mit einer Zahlung von 10 Mio. DM für die gemeinsam von Bund und deutscher Wirtschaft getragene Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" beteiligen. Im Rahmen ihres Förderauftrages für die deutsche Landwirtschaft trägt sie damit nach eigenen Angaben der Tatsache Rechnung, dass während der Nazi-Herrschaft auch in der Land- und Forstwirtschaft zahlreiche Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, allerdings unter nicht mit den damals in der gewerblichen Wirtschaft vergleichbaren Bedingungen. Der Solidarbeitrag der Rentenbank wird auf den Anteil des Bundes in Höhe von insgesamt 5 Mrd. DM am geplanten Mittelaufkommen der Stiftungsinitiative angerechnet. Weitere 5 Mrd. DM sollen von den Unternehmen aufgebracht werden.
Unabhängig vom Beitrag der Rentenbank haben der Deutsche Bauernverband und die Landesbauernverbände die Land- und Forstwirte sowie nahe stehende Unternehmen aufgerufen, auf freiwilliger Basis zusätzliche Einzahlungen für die Stiftungsinitiative auf ein Spendenkonto bei der Rentenbank zu tätigen - aus Solidarität mit der gesamten Wirtschaft und mit Blick auf die ehemaligen Zwangsarbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben (BLZ 500 205 00, Sonderkonto 281 927, Stichwort: Stiftungsinitiative). Die Einzahlungen sollen auf den Stiftungsanteil der Wirtschaft angerechnet werden. (ED)
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