In der Reportage wird intensive Tierhaltung und insbesondere die Nachfrage des Handels nach „Billigfleisch“ dafür verantwortlich gemacht, dass in der Sauenhaltung illegale Tötungen vorkommen. Eine Tierschutzorganisation hatte in mehreren Ställen heimlich Kameras installiert und illegale Tötung von Ferkeln beobachtet. Diese Bilder sind in dem Beitrag zu sehen gemeinsam mit Stellungnahmen von Veterinären, dass solche Methoden weder legal noch erwünscht sind.

Der deutsche Tierschutzbund fordert anlässlich der Ausstrahlung des Films: „Grundlegend muss es jetzt darum gehen, die Zucht zu verändern und die Haltungssysteme den tierischen Bedürfnissen anzupassen. Wenn einzelne Tiere nicht lebensfähig sind, dann muss man sie erlösen, aber mit tiergerechten Methoden“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Der Beitrag wird am 14. Juli um 22:05 Uhr in der ARD gesendet.

Im vergangenen Dezember hatte die Sendung Report  Mainz mit Bildern von illegalen Ferkeltötungen die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Im April wurden die Ermittlungen zu einem Unternehmen mit Standorten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern eingestellt. 

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter, Damme, weist darauf hin, dass die im Trailer gezeigten toten Ferkel überwiegend nicht durch eine Nottötung verendet sind, sondern Totgeburten waren, durch die Sau erdrückt wurden oder andere Erkrankungen hatten. Im Trailer werde aber ein anderer Eindruck erweckt.

Die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben kürzlich einen Erlass zur "Betäubung und Tötung von nicht überlebensfähigen Ferkeln mit einem Lebendgewicht von bis zu 5 kg durch Tierhalterinnen und Tierhalter" veröffentlicht. (hed)
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