Notfallzulassung

Retengo Plus gegen Fusarien

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat für das Maisfungizid Retengo Plus der BASF SE für eine begrenzte und kontrollierte Verwendung und für maximal 120 Tage eine Sondererlaubnis für die Bekämpfung von Fusarien in Körnermais erteilt. Grundlage ist Artikel 53 der geltenden EU-Pflanzenschutzverordnung.

Retengo Plus hat grundsätzlich eine Zulassung gegen die Blattdürre an Mais. Diese ist jedoch an einen Warndienstaufruf des amtlichen Dienstes gebunden. Anders die jetzige Sonderzulassung des BVL gegen Fusarien in Körnermais: Hierfür ist ein Hinweis des Warndienstes ausreichend. Den praktischen Unterschied zwischen „Aufruf" und „Hinweis" des Warndienstes erklärten bei einer Veranstaltung der BASF am Donnerstag in Kassel Firmenvertreter so: Bei einem Hinweis könnten Landwirte selbst entscheiden, ob sie eine Fungizidmaßnahme im Mais zur Bekämpfung von Fusarien durchführen.

Das Risiko einer Fusariuminfektion mit anschließender Mykotoxinbildung schätzt Prof. Heinz-Wilhelm Dehne, Pflanzenschutzprofessor in Bonn, als sehr hoch ein – trotz der Trockenheit in vielen Regionen. „Für Infektionen braucht es nur einen Millimeter Niederschlag, manchmal reicht auch Tau", berichtete Dehne bei der BASF-Veranstaltung in Kassel. (db)
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