Für die Kartoffelproduzenten stehe mit dem Mittel „Revus Top“ erstmals ein Kombinationsprodukt zur gleichzeitigen Bekämpfung von Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) und Dürrfleckenkrankheit (Alternaria alternata und Alternaria solani) zur Verfügung, schreibt der Hersteller Syngenta. Die zugelassene Aufwandmenge beträgt 0,6 l/ha.

„Revus Top“ enthalte eine Kombination aus zwei Wirkstoffen. Mandipropamid sei der vom Expertennetzwerk „Euroblight“ am besten eingestufte Wirkstoff gegen Kraut- und Knollenfäule. Difenoconazol stamme aus der Wirkstoffgruppe der Triazole, die nun erstmals zur Bekämpfung der Dürrfleckenkrankheit eingesetzt werden können.

Die im Vergleich zu Mancozeb-haltigen Produkten lange Wirkungsdauer und die hohe Regenfestigkeit beider Wirkstoffe biete dem Anwender zusätzlich deutlich mehr Sicherheit in der Krankheitsbekämpfung.

Der Erreger der Kraut- und Knollenfäule könne das Kartoffellaub innerhalb kürzester Zeit stark schädigen und durch Knolleninfektionen auf dem Feld oder im Lager Totalausfälle verursachen. Die Dürrfleckenkrankheit führt in erster Linie zu Blattver-bräunungen und zu einem frühzeitigen Absterben der Blätter. Knollenbefall äußert sich vor allem durch Trocken- und Hartfäule und kann teilweise erhebliche Qualitätsmängel verursachen.

Beide Schaderreger treten in Kartoffelbeständen häufig gleichzeitig auf. Eine kombinierte Bekämpfung ist daher in vielen Fällen sinnvoll, um hohe Ertrags- und Qualitätseinbußen zu verhindern. (az)
stats