Lupinen können als heimische Alternative zu Import-Soja dienen
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Lupinen können als heimische Alternative zu Import-Soja dienen

Die Rewe Group hat „Leitlinien für Soja als Futtermittel“ veröffentlicht. Zunächst sollen alle Eigenmarken-Lieferanten von frischen Produkten tierischen Ursprungs statt aus Südamerika importiertes Sojaschrot lieber europäische Eiweißquellen zur Fütterung verwenden. Darüber hinaus soll das Futter frei von gentechnisch veränderten (GV-)Bestandteilen sein.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Soja habe in Südamerika dazu geführt, dass sich der Sojaanbau vielfach zulasten artenreicher Ökosysteme oder kleinbäuerlicher Strukturen ausbreitet, erklärt die Rewe. Außerdem begünstige der großflächige Monokulturanbau den Verlust an Biodiversität.

„Ferner werden durch diese Art der landwirtschaftlichen Wirtschaftsweise anbautechnische Probleme ausgelöst, die dann unter anderem einen steigenden Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln bedingen“, sagt Dr. Ludger Breloh, Bereichsleiter „Grüne Produkte“ bei der Rewe Group.

Ein Sprecher des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT), Bonn, glaubt, dass sich die Rewe „mit dieser Forderung sehr weit aus dem Fenster lehne“. Gegenüber agrarzeitung.de sagte er, dass eine solche Umstellung wenn überhaupt nur sukzessive gehe. Über alle Tierarten hinweg beträgt der Anteil von Soja im Tierfutter derzeit 20 bis 25 Prozent. Ausreichende Mengen alternativer Ersatzquellen für Eiweiß gebe es momentan noch nicht. (hed)
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