Was Schweine fressen, soll in Zukunft nicht mehr der Landwirt entscheiden. Der Handel macht die Vorgaben.
-- , Foto: Anska Brötje/LWK Niedersachsen
Was Schweine fressen, soll in Zukunft nicht mehr der Landwirt entscheiden. Der Handel macht die Vorgaben.

Der Handelskonzern Rewe will bei seinen Eigenmarken aus tierischen Erzeugnissen in Zukunft auf Gentechnik verzichten. „Es ist ganz klar unser Ziel, gentechnisch veränderte Rohstoffe im Futter für landwirtschaftliche Nutztiere zu ersetzen", so Dr. Ludger Breloh heute auf dem Futtermittelhandelstag auf der Burg Warberg. Der Leiter des strategischen Einkaufs für die Rewe-Eigenmarken prognostiziert einen breiten und raschen Wandel in der Futtergestaltung. Daran beteiligt sei nicht nur Rewe. Alle im Bundesverband der Lebenmitteleinzelhandel engagierten Unternehmen hätten ähnliche Pläne, erklärte der Manager. Ziel sei unter anderem, aus Übersee importierten Eiweißfuttermittel durch in Europa angebaute Rohstoffe zu ersetzen. Dabei stehe weniger eine Kritik an GV-Sorten im Vordergund, sondern vielmehr die ökologischen Folgen in den Lieferländern. Neben dem Thema der Sojasorten werde man sich in diesem Jahr in einer größer angelegten Initative mit dem Einsatz von Palmöl in der Futtergestaltung beschäftigen, kündigte Breloh an. (jst)  
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