Rheinland-Pfalz besorgt um Schweinehalter

Das Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz erwägt unterstützende Maßnahmen für die in diesem Bundesland noch verbliebenen 1.400 Schweinehalter. Hohe Kosten für Futtermittel und niedrige Erlöse für Schlachtschweine bringen diese zunehmend in existenzielle Nöte, teilt das Ministerium mit. Nach Auffassung der Ministerin Ulrike Höfken sei ein ganzes Maßnahmenbündel erforderlich, um die seit längerer Zeit stark rückläufige Schweinehaltung in Rheinland-Pfalz zu erhalten. Vor rund zwanzig Jahren gab es in Rheinland-Pfalz noch etwa 14.000 Betriebe mit Schweinehaltung. Der Schweinebestand  ging im Zeitraum 1990 bis heute von 500.000 auf knapp 240.000 Tiere zurück.  

Derzeit werde gemeinsam mit dem Finanzministerium geprüft, ob steuerliche Erleichterungen zur Verbesserung der finanziellen Situation beitragen könnten, so das Ministerium. Nachteile auf Grund produktionstechnischer und struktureller Schwächen in der Region könnten nur durch Qualitätsführerschaft und optimale Vermarktung ausgeglichen werden. Mittelfristig sei die Schweinehaltung in Rheinland-Pfalz jedoch nur durch Initiativen der Marktbeteiligten zu stabilisieren. (jst) 
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