Die Europäische Union mit ihrem Durchführungsbeschluss (EU) 2016/1101 vom 5. Juli 2016 bestätigt, dass der Bovines Herpes Virus (BHV1) in dem Bundeland nicht mehr vorkommt. Der Beschluss tritt nun für Deutschland in Kraft, teilt das Ministerium für Umwelt und Ernährung mit. Mit der Anerkennung der Freiheit von Rinderherpes durch die EU, entfallen nun Auflagen für die Vermarktung von Rindern in seuchenfreie Gebiete. Die Landwirte können beim Handel über die Landesgrenzen auf aufwändige Quarantänemaßnahmen verzichten. Zudem haben sie Marktvorteile beim Verkauf von BHV1-freien Tieren in andere Mitgliedstaaten und Drittländer.

Weiter Vorsicht geboten

Das Ministerium empfiehlt den Landwirten darauf zu achten, dass nur Rinder mit korrekter und vollständiger BHV1-Gesundheitsbescheinigung zugekauft werden, um den eigenen Status nicht zu gefährden. Derzeit noch nicht frei von Rinderherpes sind die an Rheinland-Pfalz angrenzenden Länder Frankreich, Luxemburg und Belgien sowie die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen.

Das Rinderherpes-Virus kann große tiergesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichten. Bei Rindern verursachte es akute und hochansteckende Entzündungen der Atemwege. Auch Fehlgeburten und Infektionen der Fortpflanzungsorgane treten auf. (az)
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