Auf den meisten rheinischen Standorten sind die Zuckerrüben im Boden. Auswinterungsschäden werden beseitigt. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, war bis Mitte dieser Woche die Rübensaat im Rheinland so gut wie abgeschlossen. Ähnlich wie im vergangenen Jahr habe die frühlingshafte Witterung eine zeitige und zügige Bestellung der Felder ermöglicht. Zwar bestehe das Risiko von Spätfrösten. Die Vegetationsperiode könne jedoch so optimal ausgenutzt werden.

Nach Angaben des Verbandes mussten einige Landwirte in der Region das gute Wetter auch dazu nutzen, die massiven Auswinterungsschäden bei Wintergetreide „zu reparieren". Die Frostschäden seien zum Teil so groß gewesen, dass sich ein Umbruch der Wintersaaten nicht mehr vermeiden ließ. Vielfach sei deswegen die Versorgung mit Saatgut für Sommersaaten sehr angespannt. Nicht nur das sei ärgerlich für die betroffenen Landwirte, die bei Neueinsaat mit Mehrkosten pro Hektar von 200 bis 250 € rechnen müssten. Hinzu komme, dass Sommergetreide im Vergleich zu Wintergetreide etwa 15 bis 20 dt/ha weniger Ertrag bringe, hebt der RLV hervor. Somit könnten sich die Gesamtkosten oder die Verluste bei einer Neueinsaat auf 500 bis 700 €/ha belaufen. (az)
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