Eine Rekordernte bei Zuckerrüben zeichnet sich im Rheinland ab. Die Kampagne endet nach vier Monaten. Die 500 Mitglieder im Rheinischen Rübenbauer-Verband (RRV) erzielten einen durchschnittlichen Rübenertrag von 77,4 t/ha. Auch mit dem Zuckergehalt von 17,7 Prozent ist der RRV-Vorsitzende, Bernhard Conzen, zufrieden. Seiner Ansicht nach müssten sich nun auch die gestiegenen Zuckerpreise in höheren Rübenpreisen widerspiegeln. Ein klares Votum zugunsten der laufenden Zuckermarktordnung gab Conzen zusammen mit dem Geschäftsführer der Pfeifer & Langen KG, Dr. Botho von Schwarzkopf, während der Mitgliederversammlung vor Kurzem in Bergheim ab. 

Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur künftigen EU-Agrarpolitik, die ein Ende der jetzigen Mengensteuerung über Erzeugungsquoten und des Rübenmindestpreises in 2014/15 beinhalten, würden den Rübenanbau in zahlreichen Regionen Europas ohne Not in Frage stellen, so Conzen. Optimistisch über den weiteren Verlauf der Zuckerpreise äußerte sich Henning Koch vom Handelshaus August Töpfer & Co. Trotz eines vermutlichen Zuckerüberschusses in der Weltzuckerbilanz 2011/12 dürften die Preise auf stabilem Niveau bleiben. (az)
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