Rinder-Tuberkulose in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

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Bei neun Rindern in Ladbergen/Kreis Steinfurt ist Tuberkulose des Typs "T. Bovinum" festgestellt worden, wie das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium heute mitteilte. Die Krankheit kann auch für den Menschen ansteckend sein. Der Landwirt wird vorsorglich ärztlich betreut. Für die Bevölkerung bestehe jedoch keine Ansteckungsgefahr, da keine Milch vom Hof direkt verkauft worden sei. In Molkereien werden eventuell vorhandene Tuberkelbakterien durch zwingend vorgeschriebene Erhitzungsverfahren abgetötet.
Die neun infizierten Rinder wurden auf Anordnung des dortigen Veterinäramtes getötet, ebenso wie vier weitere Tiere, die als ansteckungsverdächtig galten. Der restliche Viehbestand von 33 Rindern ist getrennt untergebracht und steht unter Beobachtung, so das Ministerium weiter. Da die neun Rinder aus einer erkrankten Milchviehherde im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg stammten, wurden die Veterinäre im Kreis Steinfurt informiert. Wie aus dem Veterinäramt des Kreises Cloppenburg heute zu hören war, handelt es sich um einen Betrieb mit 160 Tieren, die alle getötet wurden. Die epidemiologischen Untersuchungen würden laufen.
Deutschland gilt allgemein als frei von Tuberkulose, jedoch treten ab und zu einzelne Fälle auf. In Nordrhein-Westfalen gab es zuletzt 1996 zwei Fälle von Tuberkulose bei Rindern. (KK)
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