Rinder-Wirbelsäule "unter Umständen" BSE-Risikomaterial

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Die Wirbelsäule von über 12 Monate alten Rindern könnte unter Umständen als BSE-Risikomaterial angesehen werden. Diese wenig definitive Aussage machte der wissenschaftliche Lenkungsausschuss der EU-Kommission in einem am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Gutachten. Die Wirbelsäule könne beim Heraustrennen des Rückenmarks mit BSE infiziert werden. Dies hänge wiederum stark von der Wahrscheinlichkeit ab, mit der das Rind erkrankt sei. Die Kommission sieht sich nun vor der unangenehmen Aufgabe, aus dieser ungenauen Aussage eine politische Maßnahme abzuleiten. Separatorenfleisch von der Wirbelsäule könnte ebenfalls zu den Risikomaterialien gerechnet werden. Dem umfassende Verbot von tierischen Fetten im Futter haben die Wissenschaftler keine Rückendeckung gegeben. Sie empfehlen lediglich, Rinderfette 20 Minuten lang auf 133 Grad unter 3 bar Druck zu erhitzen, um mögliche Erreger zu zerstören. Außerdem solle das Fett für Milchaustauscher vom reinen Fettgewebe kommen. Extraktions- und Schmelzfette lehnt der Ausschuss dagegen für die Milchaustauscher ab. (Mö)
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