Rinderbestand in Baden-Württemberg wird getötet bei BSE

1

In Baden-Württemberg wird der gesamte Bestand getötet, wenn in einer Rinderherde BSE auftritt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Teufel wendet sich damit gegen den Sonderweg seines bayerischen Kollegen Stoiber. Teufel betonte, Verbraucherschutz rangiere für ihn vor dem Tierschutz. Damit bleibt Bayern das einzige Bundesland, in dem nach bestätigten BSE-Fällen nicht jeweils die gesamte Herde gekeult werden muss.
Unterdessen hat Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller einen schnellen und wirksamen Ausgleich BSE-bedingter Einkommensverluste bei Rinderhaltern beim Bund eingefordert. Für vordringlich hält er dabei eine Anhebung der Tierprämien. Miller: "Weil alle geschlachteten Rinder von der Marktmisere betroffen sind, halte ich die Anhebung der Schlachtprämie für Rinder und Kälber für die geeigneteste und wirksamste Maßnahme, um den betroffenen Betrieben unbürokratisch und schnell zu helfen." Miller erwartet vom Bund, dass er sich mit Nachdruck in Brüssel für eine den Marktverlusten entsprechende Anhebung der Schlachtprämie einsetzt. Nur so könne verhindert werden, dass zahlreiche bäuerliche Betriebe, die ohne eigenes Verschulden in eine existenzielle Notlage geraten sind, vernichtet werden. (HH)
stats