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Die Zahl der in Tschechien gehaltenen Rinder ist in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich gesunken. In dem Branchenzweig, der bei Experten als Rückgrat des tschechischen Agrarsektors gilt, werden in diesem Jahr gerade noch 1,4 Millionen Tiere gehalten. Seit dem Jahr 1990 sind die Rinderbestände demnach um 60 Prozent abgebaut worden, zitiert Agra Europe London die Zahlen des Statistischen Amtes in Tschechien. Zurückgeführt wird diese Entwicklung auf niedrige Preise für Milch und Fleisch in Kombination mit einer schwachen Nachfrage nach Rindfleisch insbesondere nach dem Auftreten der ersten Fälle von BSE. In der Folge wächst die Menge an ungenutztem Futtergetreide. Zugleich müssten auf Grund der immer niedrigeren Menge an Stallmist vermehrt industriell erzeugte Düngemittel eingesetzt werden. Dies führe zu einer Verteuerung der Getreideproduktion. (Wo)
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