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Ab Jahresbeginn 2000 soll für alle Rinder in Deutschland der jeweilige aktuelle Standort und für die Schlachttiere der Schlachtbetrieb über EDV-Abruf ermittelt werden können. Die zentrale Rinderdatenbank in München hat mit der Erfassung der Einzeldaten aller in Deutschland gehaltenen Rinder in eine EDV-Datei begonnen, teilt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. Die Gesamtkosten der nationalen zentralen Datenbank belaufen sich auf bisher 2,8 Mio. DM, die EU-Kommission beteiligt sich an den Kosten mit 50 Prozent. Mit dieser Maßnahme würden beispielsweise die im Falle eines Seuchenausbruches erforderlichen Ermittlungen der Kontaktbetriebe oder die Nachforschungen im Zusammenhang mit möglicherweise illegalem Chemieeinsatz in der Rinderhaltung wesentlich erleichtert. Auf der Grundlage der Datenbank könne außerdem ein Herkunftsnachweis für Rindfleisch und Rindfleischerzeugnisse geführt werden. Ferner würden auch die Zahlungen der EU-Rinderprämien künftig zielgerechter überprüft werden können, so Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels. (ED)
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