Deutsche Holsteins

Rinderexporte steigen kräftig


Wie der Deutsche Holstein-Verband (DHV) heute auf seiner Internetseite mitteilte, legte der Export gegenüber 2014 um 8,7 Prozent zu. Damit wurden insgesamt 81.649 Zuchtrinder exportiert. Dies sei das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten gewesen.

Nach Angaben des DHV hat der Holsteinabsatz 2015 vor allem in Ländern außerhalb der EU zugenommen. Der Drittlandsanteil bei den Exporten ist von 53,6 Prozent im Jahr 2014 auf 65,5 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Während dabei auf die Verkäufe nach Nordafrika praktisch unverändert 15,3 Prozent entfielen, kletterte der Anteil bei den Ausfuhren in andere Drittländer auf gut 50 Prozent. Vor allem Russland, die Türkei und Aserbeidschan seien Käufer großer Stückzahlen, so der Verband.

Der Marktanteil der Holsteinverkäufe in Länder des EU-Binnenmarktes ist laut DHV 2015 dagegen auf 34,5 Prozent zurückgegangen, nachdem er in den Vorjahren immer bei etwa 45 Prozent gelegen hatte. Als Grund für diese Entwicklung nannte der Verband rückläufige Absatzmengen in den östlichen und südlichen EU-Mitgliedsstaaten, was auch mit der schlechten wirtschaftlichen Situation der dortigen Milcherzeuger zu tun habe.

Für das laufende Jahr ist der DHV vorsichtig optimistisch. In einzelnen Drittländern wie Russland und Kasachstan fehlten zurzeit wegen der stark gesunkenen Erdölpreise teils die notwendigen finanziellen Mittel für den Zuchtvieheinkauf. Dafür könnten neue Märkte wie der Iran zusätzliche Potenziale bieten. Mittelfristig rechnet der VDH mit einer guten Nachfrage nach Holsteinrindern aus deutscher Zucht, da viele Länder ihre Milchproduktion stabilisieren oder ausbauen wollten. (mrs)
stats