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Die gestern bekannt gewordenen Pläne der EU-Kommission zur Verringerung der Rinderbestände sehen unter anderem eine Deckelung der Prämien bei 90 Rinder je Unternehmen vor. Diese Regelung hat Sachsen-Anhalts Minister für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt, Konrad Keller, heftig kritisiert. Nach einer Pressemitteilung seines Hauses halten in Sachsen-Anhalt rund 850 von etwa 2.000 Zuchtbetrieben mehr als 90 Rinder pro Bestand. Damit würde nach Ansicht Kellers der Rindfleischmarkt einseitig zu Lasten des Ostens gedrosselt, obwohl dort auf die Fläche umgerechnet wenig Rinder behalten werden. Der Agrarkommissar sollte sich besser um die Regionen kümmern, in denen die Betriebe zwar klein sind, aber viel zu viele Tiere pro Flächenenheit gehalten werden, betonte Keller. (GH)
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