Rindfleisch-Kennzeichnung auf der Tagesordnung des EU-Agrarministerrates

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Die Kennzeichnung von Rindfleisch steht im Mittelpunkt des EU-Agrarministerrates zu Beginn der kommenden Woche in Luxemburg. Die portugiesische Ratspräsidentschaft schlägt vor, dass ab dem 1. September 2000 das EU-Mitgliedsland angegeben wird, in dem das Tier geschlachtet wurde. Ab dem 1. Januar 2003 sollen dann aus dem Etikett auf dem Fleisch auch das Geburtsland des Tieres, das Land der Mast und der Schlachtung hervorgehen. Zu klären ist noch die Frage, ob "Herkunft EU" ausreicht, wenn das Rind von einem Mitgliedstaat in den anderen gehandelt wurde. Das Europäische Parlament sprach sich am Dienstag in Straßburg ebenfalls für eine Angabe des Schlachthofes ab dem 1. September 2000 aus. Allerdings möchte das EP im Gegensatz zum Verhandlungsstand im Rat, dass das Land der Geburt, der Mast und der Schlachtung schon ab dem 1. September 2001 ausgewiesent werden müssen. Weitere Themen des Agrarministerrates sind die wiederaufgenommenen WTO-Verhandlungen und der von der Kommission vorgeschlagene Stabilisierungsfond für Schweinefleisch. (Mö)
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