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Gegen die Veröffentlichung von Namen der Fleischwarenhersteller, deren Etikettierung bei Wurstsorten widersprüchlich sind, wendet sich der Bundesverband der Fleischwarenindustrie e.V. (BVDF), Bonn. "Die von sieben Bundesländern geplante Veröffentlichung entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage, die Messmethoden, die angeblich Rindfleisch nachweisen, sind zu unsicher, Existenzen sind vorschnell unwiderruflich beschädigt", fasst Dr. Joachim Wiegner, Geschäftsführer des BVDF, die Kritik zusammen. Der BVDF fordert, dass die Messverfahren schnellstmöglich verbessert und bundesweit einheitlich durchgeführt werden, um exakte Ergebnisse zu bekommen. Erst dann seien "schwarze Schafe" wirklich auszumachen. "Um ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten, müssen verschiedene Methoden miteinander kombiniert werden, so dass nach positivem immunologischen Befund eine genetische Untersuchung folgt", zitiert der Verband Professor Carsten Gissel vom Institut für Bakteriologie und Hygiene, Hannover. Zusätzlich zu dem bislang gebräuchlichen Elisa-Test (Enzym Linked Immunosorbent Assay) sollte eine IEF (Isoelektrische Fokussierung) durchgeführt werden. (ED)
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