Russland-Embargo

Rindfleischanbieter geben Entwarnung

Die Vion Food Group gibt für ihre Rindfleischsparte Entwarnung. „Die jetzt erlassenen Maßnahmen haben für Vion keine außergewöhnlichen Auswirkungen", sagt Bernd Stange vom Managementteam Deutschland. Vion ist in Deutschland der größte Rinderschlachter. „Wir liefern weltweit in 64 Länder", relativiert Stange jedoch die Bedeutung des russischen Marktes.

Bedeutung gering
Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat Russland 2013 weniger als 1 Prozent der deutschen Rindfleischexporte aufgenommen. Allerdings war der Anteil in den ersten fünf Monaten 2014  leicht gestiegen. (db)
Auch bei der Müller-Gruppe, die ebenfalls zu den größten deutschen Rinderschlachtern zählt, überwiegt Gelassenheit. „Der russische Importstopp ist für uns kein grober Schlag", zitiert die Lebensmittel-Zeitung (LZ) Frank Kimmer, Sprecher der Geschäftsleitung von Müller Fleisch. Das Unternehmen erzielt nach seinen Angaben weniger als 1 Prozent seiner Erlöse in Russland.

Bei Westfleisch in Münster kommen jetzt die ersten Container mit Rindfleisch zurück, die bereits auf dem Weg nach Russland waren, berichtet die LZ weiter. Das sei aber keine Bedrohung für die Westfleisch. „Wir kämpfen hier mit Marktverwerfungen, mehr nicht", relativierte ein Sprecher.

Beim größten deutschen Fleischvermarkter Tönnies sind die Auswirkungen des aktuellen russischen Verbots für den Rindfleischabsatz ebenfalls gering. Wesentlich einschneidender war Anfang des Jahres das Importverbot für Schweinefleisch. „Die aktuellen Sanktionen bestätigen den ohnehin schon geltenden Status quo", sagte ein Tönnies-Sprecher gegenüber der LZ. (db)
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