Der Anbau von Roggen verbindet die Regionen Europas über Grenzen hinweg. Das Rye-Belt-Projekt schafft einen lebhaften Dialog von Wissenschaftlern und Praktikern. Der grenzüberschreitende Austausch über die Chancen von Roggen in der Ernährung, Fütterung und Energiegewinnung eröffnet dem Roggenanbau neue Perspektiven. Dies wurde beim Rye-Belt-Kongress im polnischen Poznañ deutlich, zeigt sich Jürgen Leitzke, Geschäftsführer der KWS Lochow, beeindruckt. Global betrachtet ist Roggen mit nur 6 Mio. ha Anbaufläche ein Nischenprodukt. Dennoch bietet er der Landwirtschaft im Rye Belt von der norddeutschen Tiefebene bis zum Ural einmalige Chancen der Wertschöpfung, bestätigten Berater aus Polen, Deutschland, Skandinavien und Russlands beim Kongress in dieser Woche, den KWS Lochow für den Informationsaustausch organisiert hat. 

Roggen trägt auf den leichten und mittleren Böden maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Landwirte bei. Im Rye-Belt-Projekt werden Forschungsergebnisse aus den einzelnen Anbauländern zusammengetragen. So sollen Vermarktungs- und Verwertungswege den Experten innerhalb des Roggenanbaugürtels breit zugänglich werden und eine angeregte Diskussion in Gang bringen. Der nächste Rye-Belt-Kongress findet voraussichtlich 2015 statt. (brs)
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